Digitaluhren
Bei einer Digitaluhr wird die Uhrzeit durch Ziffern angezeigt, im Gegensatz zu einer Analoguhr, bei der die Uhrzeit mit Zeigern auf einem Ziffernblatt angezeigt wird. Unerheblich ist es dabei, wie die Zeitmessung erfolgt, deshalb kann es passieren, dass die Zeitmessung bei einer Digitaluhr durch Analogtechnik erfolgt. Es kann aber auch passieren, dass die Zeitmessung bei einer Analoguhr digital erfolgt. Bereits im 19. Jahrhundert gab es Digitaluhren, bekannt war die Digitaluhr der Dresdner Semperoper, die sich im Bühnenportal befand. In Düsseldorf befindet sich die größte digitale Uhr und zwar im Rheinturm.
Für digitale Armbanduhren werden fast nur Schwingquarze benutzt. Die Schwingquarze werden inzwischen allerdings auch bei Analoguhren verwendet, der so genannten Quarzuhr. Anfang der 70er Jahre war die Digitaluhr und speziell die digitale Armbanduhr eine Revolution. Roger Moore trug in einem der James Bond Filme die legendäre Hamilton Pulsar und fast jeder wollte solch eine Uhr haben. Allerdings hielt die Batterie der Uhren nicht lange. Die Schweizer Uhrenfirma Longines entwickelte daraufhin digitale Uhren, die mit einer LCD Anzeige ausgestattet wurden, durch diese Anzeige verringerte sich der Stromverbrauch enorm. Die japanischen Hersteller Seiko und Casio nutzten diese Technik und brachten sehr viele digitale Uhren auf den Markt. Das letzte Modell der Firma Seiko, E-Ink, welches 2006 entwickelt wurde, funktioniert mit einem Matrix-System. Eine Weiterentwicklung von Seiko ist die EPD-Uhr mit einem aktiven Matrixsystem, die im Herbst vorgestellt werden soll. Digitale Uhren gibt es außerdem u.a. in den Fernsehgeräten, im Computer, in den Kameras und im Kompass. Pulsmesser und Tauchuhren sind in jedem Fall auch Digitaluhren, außerdem werden Wecker und Wanduhren als digitale Uhren angeboten. |
